12 Monate lang haben sich die Mitarbeiter/innen der 7 Kindertagesstätten in der Modellregion Coburg mit dem Thema Bewegung beschäftigt. Beim Abschlussworkshop des Projekts QueB hatten alle viel zu berichten. „Nicht so schnell, sonst fällst du!“, „Klettere da nicht hoch, sonst fällst du runter!“ – Solche Sätze sind im hektischen Kita-Alltag schnell ausgesprochen. Aber werden die Kinder dadurch nicht in ihrem Bewegungsdrang gebremst? Die Mitarbeiterinnen der Coburger Kinderkrippe Campuszwerge haben 4 Wochen lang beobachtet, welche „Regeln“ im Alltag aufgestellt werden, und diese kritisch hinterfragt. „Jetzt ist die Haltung „Lasst die Kinder sich bewegen“ im Krippenalltag viel präsenter“, freut sich die Leiterin. Auch die beiden Teilnehmerinnen der Kinderkrippe Sonnenschein in Lautertal berichten von einer veränderten Haltung in ihrem Team: „Wir sind uns unserer Vorbildfunktion mehr bewusst geworden.“ Und die Kinder freuen sich auf die wöchentlichen Wald-, Turn- und Kreativtage. Im Kindergarten Augustenstift (Coburg) wird in jeder Gruppe täglich ein Bewegungsangebot nach vorab gemeinsam formulierten Leitlinien durchgeführt, welches noch am selben Tag mit einer Kollegin reflektiert wird. So bleibt das Thema Bewegung langfristig präsent. Damit die Kinder möglichst viele verschiedene Bewegungsformen kennenlernen, wurden im AWO-Kinderhaus Abenteuerland (Coburg) Bewegungsaktionen mit Sportvereinen und qualifizierten Eltern durchgeführt – vom Kampfsport über Turnen bis zum Kinderyoga. Die Eltern wurden auch im Kinderhaus Sonnenschein (Untersiemau) eingebunden: Bei einem bewegten Elternabend wurde den Eltern auf praktische und spielerische Weise die Bedeutung von Bewegung für ihr Kind vermittelt. Im Willy-Machold-Kindergarten (Dörfles-Esbach) wurde im Rahmen des Projekts eine „offene Turnhalle“ eingeführt, damit jedes Kind sich nach Lust und Laune bewegen und austoben kann. Aber nicht nur die Kinder, sondern auch die pädagogischen Fachkräfte sollen sich bewegen. Daher beginnen die Mitarbeiterinnen des Kindergartens St. Josef in Schwürbitz seit der Teilnahme am Projekt jede Teamsitzung mit einer kleinen Bewegungseinheit. Schließlich kann ein bewegtes Vorbild nur sein, wer sich selbst mit Freude bewegt.